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Kind & Hund: ein gutes Team!

Ein wertvoller Freund zum Spielen, zum Kuscheln und zum Abenteuer erleben – Kind und Hund, das bedeutet aber nicht nur Spaß, sondern ist auch eine Herausforderung für den Hundebesitzer und seine Kinder. Besonders kleine Kinder geben sich gerne als Chefs über „ihren" Hund aus und befehlen ihm ohne Unterbrechung „Sitz" oder „Platz". Aber der Hund ist kein Spielzeug, kein Tamagotchi, und es ist wichtig, bereits kleinen Kindern einen artgerechten Umgang mit Hunden zu vermitteln. Denn wenn Hunde beißen, ist der Spaß am Haustier schnell dahin.
Leider sind Bissverletzungen bei Kindern durch ihre kleine Körpergröße auch häufig schwerwiegender. Jährlich werden rund 5.900 Personen in Österreich durch Hundebisse so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Eine Studie der Universität Graz ergab, dass rund drei Viertel der Kinder und Jugendlichen, die durch einen Hundebiss verletzt wurden, das Tier kannten. Bei einem Drittel war es sogar der eigene Hund. Hauptursache war in erster Linie falsches Verhalten beim Spielen oder das frontale Zustürmen auf den Hund. „Gerade Eltern haben hier die wichtige Aufgabe, dem Kind einen guten Umgang mit dem Hund zu vermitteln", so die geprüfte Hundetrainerin und Verhaltensberaterin Nina Egger. „Kind ist für den Hund nicht gleich Kind. Kleine Kinder sind für den Hund keine Konkurrenten im Sinne von ‚Chef-sein'. Ein kleines Kind kann aber auch die Signale eines Hundes nicht verstehen und sollte eigentlich nicht mit dem Hund allein gelassen werden. Für den Hund ist ein kleines Kind eher ein Spielgefährte, was sich mit zunehmendem Alter der Kinder allerdings ändern kann. Die Ursache von Problemen ist aber meist eher in der Beziehung zum Herrl oder Frauerl zu sehen", erklärt Nina Egger. „Oft ist nicht das Herrl der Chef, sondern der Hund. Wenn dann womöglich noch ein Konkurrent, sprich ein kleines Kind ins Haus kommt, können Probleme beginnen."
Der Salzburger Verein „KIBELLO" bietet etwa für Kindergärten und Schulen eigene Unterrichtsstunden für einen richtigen Umgang mit Hunden an, quasi lernen am „lebenden Objekt", dem Hund selbst. Speziell ausgebildete Mitarbeiterinnen von „KIBELLO" (Nannerl Wenger, 0676/722 15 04, www.kibello.org) kommen mit ihren gutmütigen und kinderfreundlichen Tieren in die Klasse und halten lehrreiche Unterrichtsstunden ab. Mit Hilfe der vierbeinigen „Hilfslehrer" lernen die Kinder das richtige Verhalten gegenüber fremden (und eigenen) Hunden und entwickeln so auch ein Verständnis für die „Sprache" unserer vierbeinigen Gefährten. (Maria Riedler, Die Salzburgerin)

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